Für dieses After-Wedding-Shooting in Bedburg ging es an einen Ort, der auf den ersten Blick vielleicht nicht nach klassischer Hochzeitsromantik aussieht – und gerade deshalb eine besondere Kulisse bietet: die alte Bandstraße beziehungsweise ehemalige Bandtrasse des Rheinischen Braunkohlereviers.
Über solche Förderbandanlagen wurde früher gewaltiges Material durch die Region bewegt. Die ehemalige Trasse zwischen dem Tagebau Hambach und Fortuna-Garsdorf diente dazu, Abraum aus Hambach zur Verfüllung bereits ausgekohlter Tagebaue zu transportieren. Heute erinnert die Strecke noch an eine Zeit, in der der Braunkohleabbau Bedburg und die umliegende Landschaft massiv geprägt hat. Rund vier Zehntel des Bedburger Stadtgebietes wurden im Zuge des Tagebaus abgebaggert, zahlreiche Orte und Verkehrswege mussten weichen oder verlegt werden.
Genau dieser Kontrast machte das After-Wedding-Shooting so spannend: Hochzeitskleid und Anzug treffen auf eine raue, von Industriegeschichte geprägte Landschaft. Statt klassischer Hochzeitslocation konnten wir uns Zeit nehmen, ungewöhnliche Perspektiven ausprobieren und Bilder entstehen lassen, die deutlich mehr Ecken und Kanten haben.
Ein After-Wedding-Shooting bietet dafür die perfekte Freiheit. Kein Zeitplan, keine wartenden Hochzeitsgäste und kein Gedanke daran, ob das Kleid vielleicht ein bisschen schmutzig wird. Es geht nur um das Paar, die Location und außergewöhnliche Hochzeitsfotos.
Die alte Bandstraße in Bedburg ist dabei mehr als nur ein Hintergrund. Sie erzählt ein Stück Geschichte der Region und steht gleichzeitig für den Wandel des Rheinischen Reviers. Teile der ehemaligen Bandtrasse werden heute als asphaltierter Rad- und Freizeitweg genutzt – der sogenannte Speedway folgt auf rund 14 Kilometern der historischen Strecke.
So entstand eine After-Wedding-Fotostrecke in Bedburg, die Romantik und Industriekultur miteinander verbindet – ungewöhnlich, authentisch und weit entfernt von klassischen Hochzeitsbildern.